Ehrungen

Bundespräsident bei refugium e.V.

Staatsoberhaupt würdigt Arbeit des Vereins

 

Magdeburg (pbm/kna) – Bundespräsident Joachim Gauck hat den Magdeburger Verein „refugium e. V." besucht. Bei einem Gespräch mit Flüchtlingskindern und Mitarbeitern im Gemeindehaus der katholischen Petrikirche würdigte Gauck die weitgehend ehrenamtliche Arbeit. Dieses Engagement für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge sollte auch in anderen Bundesländern Schule machen.

 

Gauck

Monika Schwenke im Gespräch mit Bundespräsident Joachim Gauck

Foto: Caritas

Gauck lobte, Kirche und Caritas seien bei der Flüchtlingsarbeit verlässliche Partner des Landes Sachsen-Anhalt. Besonders würdigte er das Bemühen, trotz teilweise gesetzlich bedingter Hindernisse den Jugendlichen eine gute Integration und Bildungsteilhabe zu ermöglichen. In der einzigen für Sachsen-Anhalt zuständigen Clearingstelle, ebenfalls in Caritas-Trägerschaft, bieten die Mitarbeiter unter anderem Deutschkurse für neu angekommene junge Flüchtlinge an, da ihnen zunächst kein normaler Schulbesuch gestattet ist.

 

Bischof Gerhard Feige betonte, die Flüchtlingsarbeit sei eine "Herzensangelegenheit" des Bistums Magdeburg. Sie werde auch von der Basis der katholischen Pfarrgemeinden mitgetragen.

 

Der Vormundschaftsverein „refugium e. V." wurde 1997 mit Bezug auf das Haager Minderjährigenabkommen und der darauf basierenden Richtlinie des UNHCR gegründet, um eine unabhängige rechtliche Vertretung für die Belange von UMF zu schaffen. Ein hauptamtlicher Mitarbeiter führt die vom Familiengericht übertragenen Vormundschaften. Die Vereinsführung wird durch Ehrenamtliche geleistet. Seit seiner Gründung vor 17 Jahren betreute der Verein 241 junge Flüchtlinge aus 44 Ländern. Derzeit führt er 38 Vormundschaften, 6 weitere Anträge liegen bereits beim Amtsgericht vor. Aufgrund der zahlreichen aktuellen Krisengebiete ist ein deutlicher Anstieg der Hilfesuchenden zu verzeichnen, überwiegend aus Syrien. Für 2014 rechnet der Verein im Vergleich zu den Vorjahren mit einer Verdreifachung der Neuaufnahmen von 10 auf 30 Kinder und Jugendliche. Bistum Magdeburg

 

Beitrag zum Besuch, aus der Sendung oneworld! Ausgabe 3, dem Interkulturellen Magazin für Magdeburg und Sachsen-Anhalt.

 

Galerie zum Besuch des Bundespräsidenten | Fotos: refugium e.V.

 


Goldene Taube 2014

Der Magdeburger Verein „refugium e. V.“ – ein Mitglied des katholischen Caritasverbands – ist mit dem Preis „Goldene Taube“ ausgezeichnet worden; eine Auszeichnung, die zuvor schon Amnesty International, das Europäisches Parlament, Angela Merkel und Michail Gorbatschow erhielten. Refugium betreut minderjährige Flüchtlinge, die unbegleitet nach Sachsen-Anhalt kommen.

 

51

Goldene Taube

Foto: refugium e.V. | Christin Fritzsche

Erdacht wurde der Preis zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte von dem Landshuter Künstler Richard Hillinger Er schuf 30 dieser Tauben mit einem Ölzweig im Schnabel. Sie sollen auf die 30 Artikel der Erklärung der Menschenrechte aufmerksam machen. Unterstützt wird diese Initiative durch den Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog.

 

Die Goldenen Tauben „fliegen“ weltweit von Person zu Person und von Einrichtung zu Einrichtung. Die Auszeichnung wird jeweils vom vorherigen Preisträger überreicht, um Engagement zu würdigen und zu weiterem Einsatz für die Menschenrechte zu ermutigen. Dem „refugium e. V.“ wurde der Preis nun von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. in Lutherstadt Wittenberg überreicht. (www.caritas-magdeburg.de)

 

Laudatio Bischof Dr. Feige – Bistum Magdeburg | Roncalli-Haus (Magdeburg), 26. September 2014

Danksagung refugium e.V. – Monika Schwenke (Vorsitzende) | Roncalli-Haus (Magdeburg), 26. September 2014

Galerie zur Preisverleihung | Fotos: refugium e.V. | Christin Fritzsche

 

Presseecho:

Die Goldene Taube fliegt weiter | Website Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

Damit Flüchtlingskinder zurück ins Leben finden | Volksstimme vom 27.09.2014, Elisa Sowieja

Zuflucht für junge Menschen | GLAUBE+HEIMAT, Mitteldeutsche Kirchenzeitung Nr.40 ; 5.10.2014, Angela Stoye

 


Integrationspreis 2011

Das Land Sachsen-Anhalt hat den Integrationspreis 2011 für vorbildliches Engagement an 6 Projekte verliehen. Das Projekt "Zukunftsbilder" bekam den

 

1. Preis in der Kategorie "Kultur und Weltoffenheit" Integration in Sachsen-Anhalt